Poker Regeln

GELD VERLIEREN IST KEINE KATASTROPHE

Geld verlieren ist beim Poker nicht einmal für Anfänger das absolute Unglück. Poker muss aus einem finanziellen Blickwinkel betrachtet werden und Cash-ins dürfen nicht als Ausgaben, sondern müssen als Investitionen angesehen werden, die trotz gewisser Verluste in der Zukunft im Rahmen eines Spiels, eines Turniers oder auf Grund unserer Erfahrung als Spieler Gewinne abwerfen können. Im Übrigen hängt alles von der Disziplin ab. Nur keine Panik! Im Weiteren wird eine einfache Methode zur Aufstockung unserer Bankroll vorgestellt.

Vor allem muss man wissen, dass der Begriff Bankroll in der Welt des Pokers einen Großteil seiner ursprünglichen Bedeutung verliert. Bankroll heißt auf Englisch „umlaufendes Kapital“. Beim Poker steht dieses Konzept für das von uns als Werkzeug oder besser gesagt als Anfangsinvestition verwendete Geld, mit dem wir dank unserer Spielfähigkeiten unser Kapital anwachsen lassen möchten. Um beim Poker langfristig zu gewinnen, muss dieses launenhafte Werkzeug unbedingt perfekt beherrscht werden. Zunächst muss man sich bewusst werden, dass man nicht immer gewinnen kann. Andererseits ist beim Pokern niemand unschlagbar und irgendwann verliert jeder einmal. Der Unterschied liegt darin, dass einige viel und andere wenig verlieren. Der zum Poker gehörende Glücksfaktor hat zur Folge, dass wir ein perfektes Spiel abliefern können und trotzdem als Verlierer aus der Session herausgehen. Die gute Nachricht ist, dass dies nur kurzfristig geschieht, denn, wenn wir keine Fehler begehen, gehören wir langfristig immer zu den Gewinnern. Um kurzfristig zu überleben, steht uns nur ein einziges Werkzeug zur Verfügung: die Qualität unserer Bankroll. Unsere Bankroll erlaubt uns zusammen mit einer vernünftigen Einteilung die „Bad Beats“, die „Tage ohne“ und ähnliche Schicksalsschläge zu überstehen. Das mag nun sehr einfach klingen, aber zu Beginn muss so viel gewettet werden, dass die Partie auch umgesetzt werden kann.

Geld ist das wichtigste Arbeitsinstrument

Ludovic Lacay und Annette Obrestad machten mit nur einer Handvoll Dollar eine kolossale Bankroll im Internet. Zur Entwicklung eines Gewinner-Spiels ist aber nicht einmal ein Viertel ihres Talents erforderlich. Wir können das auch. Dieser Leitfaden stellt eine vereinfachte Methode vor, um zusammen mit technischen Erklärungen und einem genauen Plan innerhalb von nur 6 Monaten mit einer ursprünglichen Investition von 200 Dollar auf 5000 Dollar zu kommen. Die Methode geht davon aus, dass Poker nicht unser Beruf ist, sondern dass wir eine Arbeit haben und nur über wenig freie Stunden zum Spielen verfügen. Außerdem sollten diese 200 Dollar in unserer Wirtschaftsplanung nicht unentbehrlich sein, so dass wir über diesen Betrag frei verfügen können…

Anfangsbestand: 200€

Ziel: 5000€

Frist: zwischen 6 und 8 Monaten
Spielarten: Sit and Go

Zu einer gesunden Einstellung zum Spiel gehört, nur so viel Geld zu setzen, wie wir auch verlieren können. Die im Folgenden untersuchte Methode setzt voraus, dass die Grundlagen eines solid aggressiven, aber nicht zu vorhersehbaren Spiels beherrscht werden. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte noch einmal Harrington gelesen werden. Auf dieser Grundlage ist unsere im Gegensatz zu den von den meisten Fachautoren empfohlene Ausgangsstrategie etwas risikoreicher. So vermeiden wir, zu viel Zeit an Mikro-Limit-Tischen zu verplempern, an denen wir nicht viel dazu lernen. Mit ansteigender Bankroll ist es ratsam, das Risiko immer etwas weiter zu senken.

Statt ein Cash Game zu spielen, ziehen wir Sit and Go aus einem einfachen Grund vor: Anhand dieser Spielart können wir gut abschätzen, wie viel wir in einer Session verlieren können. Aber alles hat seine zwei Seiten: Uns wird auch der Höchstgewinn aufgezeigt, den wir machen können und mit dem wir uns zufrieden geben müssen. Wir beginnen mit 200,- € und im Moment spielen wir Sit and Go an einem Tisch mit einem Buy-in von 10,- €. Im Allgemeinen empfehlen wir, bevor Sie sich für ein Sit and Go Turnier eintragen, über mindestens das 50-fache des Buy-in-Betrags zu verfügen; allerdings ist die Strategie dieser Methode, wie bereits erwähnt, absichtlich etwas gewagter. Eine weitere Bedingung ist, keine Partie Short Handed, sondern mit kompletten Tischen mit 9 oder 10 Spielern zu spielen, um so das bereits Erlernte in die Praxis umzusetzen: ein solide aggressives Spiel. Wir betrachten nun die 4 Phasen, aus denen sich diese Methode zusammensetzt, mit der wir in 6 bis 8 Monaten auf eine Bankroll von 5000,- € kommen wollen:

1. PHASE: Monate 1 und 2

Sie können problemlos die Limits senken, um befreiter zu spielen

Das erste Ziel besteht darin, die Bankroll in zwei Monaten von 200,- € auf 600,- € zu verdreifachen. Mit diesem Buy-in-Level können wir einen durchschnittlichen Nettogewinn von 2,- € pro Sit and Go erreichen. Das heißt, zum Erreichen des ersten Ziels müssen wir durchschnittlich 200 Sit and Goes spielen, das sind in zwei Monaten täglich 3 Partien. Bei einer Vervielfachung der Tische brauchen wir dazu etwa eine oder zwei Stunden am Tag. Wenn wir in jedem Sit and Go 5 % der Bankroll investieren, müssen wir zur Risikoverringerung geschlossen spielen.

2. PHASE: Monate 3 und 4

Mit Sit and Goes verlieren wir niemals die Kontrolle über unsere Verluste

Sobald wir die 600,- € Schwelle überschritten haben, können wir uns als kompetente Spieler betrachten. Ein richtiger Fisch hätte das nicht erreicht. Ohne in Selbstzufriedenheit zu verfallen, gibt es Anlass zu Hoffnung und offensichtlich sind wir auf der Höhe der Herausforderung: Jetzt sind wir Gewinnertypen und haben bewiesen, dass wir mit einem ernsthaften Spiel bei einem Buy-in-Level von 10,- € auch gewinnen. Jetzt, wo sich unsere Bankroll verdreifacht hat, können wir weitergehen. Ab sofort können wir problemlos auch mal eine oder zwei schlechte Sessionen überstehen und danach wieder aufstehen. Eine gut laufende und uns Gewinne einbringende Strategie wird nicht geändert: Wir konzentrieren uns weiter auf Sit and Go, spielen aber ab jetzt mit einem Buy-in von 20,- €, bis wir eine Bankroll von 1200,- € erreicht haben. Wie wir im weiteren Verlauf sehen werden, müssen wir allerdings gewisse mentale Schablonen verinnerlichen.

Die Einteilung der Bankroll gleicht dem aus dem Tauchbereich bekannten Dekompressionsstopp, nur dass es in diesem Fall darum geht, wieder hoch zu kommen und nicht uns weiter in den Abgrund, der in der Welt des Pokerns Synonym für finanzieller Absturz ist, zu begeben. Kurz gesagt, sollten wir unglücklicherweise wieder unter 500,- € kommen, bleibt uns nur die Wahl, wieder zu einem Buy-in von 10,- € zurückzukehren, bis wir erneut auf 600,- € sind. Es wird schnell klar, dass sich das Spiel ab 20,- € radikal ändert. Wir müssen uns immer gefährlicheren Gegnern anpassen und somit durch Anlesen von Methoden außerhalb der Spielstunden kompliziertere Techniken erlernen. Um auf reguläre Art und Weise in die ausgezahlten Plätze zu rutschen, müssen nun unbedingt Konzepte wie das „Short Stack“ Spiel und „Bubble angreifen“ beherrscht werden. Ab sofort spielen wir nicht nur verdeckt, sondern lesen auch unsere Gegner. Ziel ist ein durchschnittlicher Nettogewinn von 10 %, das heißt, mindestens 300 weitere Sit and Goes zu gewinnen, um auf 1 200,- € zu kommen.

Ab diesem Zeitpunkt wird wärmstens empfohlen, die Tische zu vervielfachen. Ohne zu übertreiben, müssen wir in der Lage sein, auf zwei oder drei Tischen gleichzeitig zu spielen, ohne dass unser Spiel davon beeinflusst wird.

3. PHASE: Monate 5 und 6

Nun sind wir an den Punkt gekommen, Vertrauen in unser Spiel zu fassen und kreativ zu werden

Jetzt, wo wir über eine angenehme Bankroll von 1 200,- € verfügen, sollten wir Vertrauen in unser Spiel gewinnen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem wir uns ein bisschen Fantasie und Kreativität erlauben können, um unseren eigenen Stil zu finden. Und es ist auch der Zeitpunkt, Verantwortung zu übernehmen, wie es ein professioneller Spieler machen würde, ohne dabei zu strikt zu werden. Wenn wir uns müde fühlen, ist es besser, einen Gang zurückzuschalten. Wenn wir uns dagegen in Form fühlen, können wir die Session verlängern und nur ab und zu etwas Luft schnappen. Es ratsam, gelegentlich eine Pause einzulegen. Stundenlang alleine vor einem Bildschirm zu sitzen, ist nicht das Gesündeste auf der Welt und eine ein- oder zweiwöchige Pause kann unserem Spiel ein Quäntchen Frische verleihen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, um wieder zur Bankroll zurückzukehren: Wir haben mittlerweile einen ausreichenden Betrag gewonnen, um einen Buy-in von 30,- € zu riskieren.

Wir sind durch nichts verpflichtet, unter den 1 200,- € zu verharren. Wenn wir allerdings nach dreißig Partien merken, dass der durchschnittliche Nettogewinn unter dem vorherigen Limit liegt, ist es besser ohne Komplexe wieder zu den 20,- € Buy-ins zurückzukehren. Nun geht es darum, unsere Grenzen zu entdecken und daran zu arbeiten, weiterzukommen. Wenn wir uns bei 20,- € wohl fühlen, können wir den durchschnittlichen Nettogewinn von 30,- € übersteigen und gleichzeitig 3 oder 4 Tische mit dem gleichen Limit eröffnen. Der enorme Vorteil vom Spielen an mehreren Tischen liegt darin, dass der Gewinn gesteigert werden kann, ohne das Limit zu erweitern. Zum Erreichen des bestmöglichen Ergebnisses müssen diese beiden Parameter kombiniert werden! Egal, ob wir bei 20,- € bleiben oder auf 30,- € wechseln, das Ziel bleibt das gleiche: das Erreichen einer Bankroll von 2 500,- € in nur zwei Monaten mehr.

4. PHASE:Monate 7 und 8

Gleichzeitiges Spielen und Erkennen des Stils der Gegner

Wir verfügen nun über ein Kapital von 2 500,- € und sind kurz davor, unser Ziel zu erreichen. Wir können anfangen, Sit and Go mit einem Buy-in von 50,- € zu spielen, aber immer mit Vorsicht. 50,- € stellen die Grenze zwischen Laien- und Profi-Spieler dar. Wir müssen uns auf umkämpftere Partien mit Gegner einstellen, die wirklich keine „Fische“ mehr sind. Der Unterschied ist die pausenlose Suche nach dem besseren Vorteil. In diesem Sinn ist die Tischwahl von ganz enormer Bedeutung. Da wir jetzt schon sehr viele Hände gespielt haben, sollten wir viele Informationen über zahlreiche Spieler gesammelt haben (im Kopf oder mit Tracker-Software oder einem Data Miner). Wenn wir uns für ein Sit and Go Turnier einschreiben, müssen wir fähig sein, auf den ersten Blick die schwächsten und die gefährlichsten Spieler ausfindig zu machen, um später dann die Partien mit dem entsprechenden Niveau zu spielen. Es ist von ganz besonderer Bedeutung, sich Notizen über die Gegenspieler zu machen. Ab jetzt hängt die Zeitspanne, in der 5 000,- € erreicht werden, einzig und allein von der Fähigkeit ab, simultan spielen zu können. Und vor allem dürfen wir nicht vergessen, beim vorherigen Limit zu bleiben, sobald wir uns unter der 2 500,- € Schwelle befinden. Es ist unerheblich, ob wir drei Monate mehr benötigen, um 5 000,- € zu erreichen; wir müssen unserem Anfangsplan treu bleiben und die Klippe der Sit and Goes mit 10,- € überwinden, um nicht „broke“ zu enden. Nun ist die Rechnung einfach: Wir haben 2 Monate benötigt, um von 2 500,- € auf 5 000,- € zu gelangen, und können diese Progression nach Belieben wiederholen. Vorsicht! Es geht hier nicht um Bargeld, sondern um die Bankroll. Es handelt sich um die Einsatzfonds und den dürfen wir unter keinen Umständen anfassen. Vielmehr muss er als Arbeitswerkzeug angesehen werden. Einem Arzt würde es ja auch nicht einfallen, sein Stethoskop zu verkaufen, um sich Opernkarten leisten zu können. Da wir nun aber in der Lage sind, alle zwei Monate Gewinne von 2 500,- € anzuhäufen, können wir sie in Satelliten-Turniere investieren oder sie aus dem Poker herausnehmen und uns mit einer Opernnacht oder mit Eintrittskarten für das Stones-Konzert beschenken.

ORTHODOXE BANKROLL-MANAGEMENTTABELLE

Zur Verwaltung unserer Bankroll im Sinne eines vernünftigen Familienvaters ist folgende Tabelle interessant (je nachdem, ob wir im Limit, No Limit oder Sit and Go spielen).

NL Hold`em

Limit Hold`em

SnGs

Blinds

Bankroll

Blinds

Bankroll

Stakes

Bankroll
NL10

200 €

L10

30 €

S10

44 €
NL20

400 €

L20

60 €

S20

88 €
NL50

1.000 €

L50

150 €

S50

220 €
NL100

2.000 €

L100

300 €

S100

440 €
NL200

4.000 €

L200

600 €

S200

880 €
NL400

8.000 €

L400

1.200 €

S300

1.320 €
NL1.000

20.000 €

L1.000

3.000 €

S500

2.200 €
NL2.000

40.000 €

L2.000

6.000 €

S1.000

4.400 €
NL5.000

100.000 €

L5.000

15.000 €

S2.000

8.800 €
NL10.000

200.000 €

L10.000

30.000 €

S5.000

22.000 €

DAS BEISPIEL CHRIS FERGUSON

Von 0,- auf 10 000,- $ gelangen!

Chris Ferguson enthüllt uns, wie ausgehend von 0,- $ ein Betrag von 10 000,- $ erreicht werden kann.

Die Erlebnisse von Chris Ferguson beim Full Tilt Poker vor zwei Jahren sind eine Inspirationsquelle:

„Ich versuchte ausgehend von 0,- $ eine Bankroll von 10 000,- $ zu erreichen. Ohne Geld blieb mir keine andere Wahl als Freerolls zu spielen. Einen oder zwei Dollar habe ich oft gewonnen, aber nach kurzer Zeit haben sie mich vom Tisch gefegt und ich musste neu anfangen. Es war ein langer Prozess, aber nach einiger Zeit konnte ich an Turnieren mit Buy-ins teilnehmen.

Heute noch glauben die Leute nicht, dass ich es wirklich bin, wenn ich mich an einen „small take” Tisch setze. Die Mitspieler fragen dann, was ich hier mache, und erzählen mir, wie sie aus 5,- $ 500,- $ oder aus 500,- $ 1000,- $ gemacht haben. Oftmals erzählen sie mir am Schluss ihre ganze Geschichte und gestehen ein, dass sie alles verloren haben. Das überrascht mich nicht. Sie versuchen einfach zu schnell eine Bankroll aufzubauen. Sie spielen für ihre Bankrolls zu teure Partien und, wenn sie gewinnen, verlieren sie zwangsläufig auch einige große Hände und enden im Bankrott.

Für mich ist das Geld nicht der eigentliche Motor. Ich möchte vielmehr beweisen, wie man mit einem guten Bankroll-Management mit nichts anfangen kann, um letztendlich an den wichtigsten Tischen überhaupt mitzuspielen. Ich weiß, dass das möglich ist, denn ich habe es geschafft. Ich habe ausgehend von nur 1,- $ immerhin 20 000,- $ gewonnen.

Um meine Bankroll intakt zu halten, habe ich einige Regeln befolgt:

* Ich bin niemals in ein Cash Game oder Sit and Go eingestiegen, das mich mehr als 5 % meiner Gesamtbankroll gekostet hätte (bei niedrigen Limits habe ich Ausnahmen gemacht: Ich bin in alle Spiele mit einem Buy-in von 2,50 $ oder darunter eingestiegen).
* Ich bin niemals in ein Multi-Tabling-Spiel mit einem Buy-in eingestiegen, das über 2 % meiner Gesamtbankroll lag, habe aber an allen Multi-Tabling-Turnieren mit 1,- $ teilgenommen.
* Wenn bei einer Cash Game No-Limit oder Pot-Limit Session das Geld auf dem Tisch mehr als 10 % meiner Gesamtbankroll ausmachte, bin ich aus dem Spiel ausgestiegen, sobald ich die Blinds bekam.

Meiner Meinung nach sollten die Leute diese Regeln befolgen. Der Vorteil eines guten Bankroll-Managements ist die Absicherung, nur dort zu spielen, wo du es dir erlauben kannst. Niemand kann auf Dauer über seinen Möglichkeiten spielen, denn wenn du verlierst, musst du auf das vorherige Limit zurückgehen. Mit diesen Regeln können Bad Beats weggesteckt werden, ohne Bankrott zu gehen.

Für einige Spieler ist es schwierig, ein Level runter zu gehen und geringere Limits zu spielen. Für diese Spieler ist das ein Fiasko, das sie erheblich mitnimmt. Viele möchten auf dem gleichen Level weiterspielen, um die Verluste wieder einzuholen. Das kann allerdings zu noch größeren Verlusten führen und eine Bankroll innerhalb von kurzer Zeit ganz zerstören. Ich erinnere mich noch daran, dass es während meiner Evolution von 1,- $ auf 20 000,- $ sehr schwer war, ein Level zurückzugehen. Mit Einhaltung dieser Regeln bin ich manchmal auf 10,- $ / 25,- $ zurückgegangen. Dann habe ich wieder mal Pech gehabt und musste wieder auf 5,- $ / 10,- $ zurück. Das war hart. Nachdem ich mit 25,- $ / 50,- $ gespielt hatte, kam mir das Spiel mit 5,- $ / 10,- $ langweilig vor.

Aber wie gesagt, ich habe mich bemüht, diese Poker Regeln einzuhalten, was dazu führte, dass mein Spiel in den untersten Limits besser wurde. Ich wollte nicht noch mehr verlieren, denn ich war mir der Folgen bewusst. Ich musste eingehender und härter arbeiten, um auf das zuvor erreichte Niveau zurückzukommen, was mich zuweilen einen ganzen Monat kostete. Und bzgl. des Bankroll-Managements habe ich noch einen Rat: Steige niemals in ein Spiel ein, das deine Bankroll übersteigt, auch wenn die Partie an diesem Tag „leicht" erscheint.

Eine letzte Sache: Sofern der Gewinnsatz über dem Gewinn liegt, den du mit einem höheren Limit erreichen würdest, spiele ruhig im unteren Limit weiter, auch wenn die Bankroll einen größeren Einsatz erlaubt. Anders ausgedrückt heißt das, dass du auf jeden Fall an den Tischen spielen solltest, an denen du dich wohl fühlst.

Ich für meinen Teil bin ganz ruhig, wenn ich diese Bankroll-Management-Regeln beachte, denn mit ihnen kann ich mein Ziel von 10 000,- $ erreichen. Ich bin mir sicher, dass du mit diesen Regeln bei deinen Poker-Ambitionen weiterkommst.”

Wie du dir ausmachen kannst, hatte Chris Ferguson 9 Monate später sein Ziel erreicht: eine 10 000,- $ Mine. Hat dich seine Erfahrung inspiriert? Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, du weißt, was du zu tun hast…

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